Mit unserer #GANZEARBEIT-Kampagne wollen wir die 32-Stunden-Woche entmystifizieren und das Übel abwenden. Wir liefern Fakten statt leerer Heilsversprechen und bieten den Menschen die Möglichkeit, selbst Stellung zu beziehen.
Die Begriffe 32-Stunden-Woche und Arbeitszeitverkürzung sorgen immer noch für kontroverse Diskussionen. Als Interessensvertretung der steirischen Unternehmer:innen möchten wir diesem Trend nicht folgen. Aus diesem Grund haben wir zu Schulbeginn 2023 die #GANZEARBEIT-Kampagne ins Leben gerufen. Es ist unsere Pflicht, der Forderung nach einer gesetzlichen 32-Stunden-Woche entschlossen entgegenzutreten. Diese Debatte vernachlässigt grundlegende wirtschaftliche Realitäten und Herausforderungen, denen die Wirtschaft gegenübersteht. Neben steigenden Produktions- und Energiekosten steht auch der Mangel an Arbeitskräften im Fokus, der die Betriebe unter Druck setzt.
„Tagtäglich wird in unserem Land ganze Arbeit geleistet, und was die Mitarbeiter:innen und Unternehmer:innen brauchen, ist eine ideologiebefreite und ehrliche Debatte über Leistung“, sagt unser Landesgruppenobmann, WKO-Präsident Josef Herk. Er fügt hinzu: „Die demografische Entwicklung sagt uns voraus, dass in den nächsten 10 bis 15 Jahren rund 500.000 Arbeitskräfte fehlen werden, selbst ohne Arbeitszeitverkürzung. Eine solche Verkürzung wäre unter diesen Umständen eine Katastrophe, egal ob sofort oder in den nächsten Jahren.“
Die Kampagne #GANZEARBEIT zielt darauf ab, die Leistungsträger:innen unseres Landes über die Auswirkungen einer generellen Arbeitszeitverkürzung auf das reale Leben von uns allen zu informieren. Denn eine 32-Stunden-Woche würde nicht nur die Wirtschaft vor unlösbare Herausforderungen stellen, sondern auch im Gesundheitsbereich, in der Pflege und der Kinderbetreuung einen akuten Arbeitskräftemangel verursachen. Bei einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung bräuchte es zukünftig fünf Mitarbeiter:innen zu 32 Stunden, anstelle der aktuellen vier Mitarbeiter:innen zu 40 Stunden.
Unser Direktor Jochen Pack betont: „Das Argument von produktiveren Mitarbeiter:innen wird in den meisten Arbeitsfeldern die massive Lücke an Arbeitskräften nicht mindern können. Ein Pfleger, eine Ärztin, eine Kindergartenpädagogin oder ein Linienbusfahrer kann seine/ihre Leistung nicht in weniger Arbeitszeit pressen.“
Mit der #GANZEARBEIT-Kampagne für die Steiermark wollen wir Klartext sprechen und bieten auf www.ganzearbeit.at eine Plattform, auf der Fakten nachgeschlagen werden können. Die Annahme, dass eine generelle Arbeitszeitverkürzung keine Auswirkungen hätte, blendet die vielen Herausforderungen für Unternehmer:innen und deren Mitarbeiter:innen in der Steiermark aus. Die Folgen könnten Wachstum, Wohlstand und unser gesamtes System gefährden. „Es bringt nichts, ein Schlaraffenland zu versprechen, um dann in einer Abstiegsgesellschaft zu enden“, so Pack.
Tatsächlich konnten wir zu Redaktionsschluss bereits beobachten, dass die öffentliche Meinung, selbst in den Lagern der Befürworter:innen, unserer Argumentation zunehmend folgt. Der Glanz der populistischen Forderung nach weniger Arbeitszeit verblasst. Ein kleiner Erfolg. Aber die verrückte Idee ist noch nicht abgewendet. Unterstütze auch Du unsere Kampagne gegen die 32-Stunden-Woche auf www.ganzearbeit.at
WB-Direktor Jochen Pack zur Forderung nach einer 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich: „Es bringt nichts, ein Schlaraffenland zu versprechen, um dann in einer Abstiegsgesellschaft zu enden.“