Als Vizepräsident und Präsidiumsmitglied von SMEunited, dem Dachverband der europäischen KMUs, ist es meine Aufgabe, die Interessen der österreichischen Handwerksbetriebe und KMUs auf europäische Ebene zu vertreten. SMEunited repräsentiert mehr als 12 Millionen Unternehmen aus über 30 europäischen Ländern. Unsere Mission ist klar: Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder auf EU-Ebene und sprechen mit einer Stimme.
Die zunehmende Bürokratie und Regulierung lähmen die Wirtschaft und kosten uns Wettbewerbsfähigkeit. Es ist an der Zeit, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen und uns für eine Entfesselung der Wirtschaftskraft einsetzen. Nur so können wir sicherstellen, dass Österreich und Europa insgesamt stärker und erfolgreicher werden.
Wir müssen uns daran erinnern, dass die EU ursprünglich mit dem Ziel gegründet wurde, die stärkste Wirtschaftsregion der Welt zu werden. Dieses Ziel dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Es ist an der Zeit, dass wir uns wieder auf unsere ureigenste Aufgabe konzentrieren und uns für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft unserer Unternehmen einsetzen.
Unser ehemaliger Wirtschaftskammerpräsident und glühender Europäer Christoph Leitl hat kürzlich ein 5-Punkte-Programm vorgestellt, das Alternativen zur „bürokratischen Hydra“ aufzeigt. Ich stimme ihm vollkommen zu, dass wir auf breiter Front aktiv werden müssen, um tatsächlich etwas bewegen zu können. Es ist an der Zeit, dass wir praxisorientierte Vorschläge einbringen und versuchen, diese umzusetzen. Mit der „Stopp-Bürokratie-Initiative“ wollen wir eine dringend notwendige Standortverbesserung für Europa erreichen.
Ich glaube fest daran, dass wir der Erfolgsgeschichte der EU wieder neuen Schwung verleihen können. Einer EU, um die uns ohne Übertreibung (fast) die ganze Welt beneidet. Das gelingt durch Kooperation auf allen Europäischen Ebenen einerseits und einen Paradigmenwechsel andererseits. Dieser muss einem attraktiven Wirtschaftsstandort wieder höchsten Stellenwert geben und die Entfesselung der Wirtschaftskraft zur causa prima machen.